Kulturhaus theater 1 *Langenhecke 4 | 53 902 Bad Münstereifel
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GASTSPIELE




UNSERE GÄSTE UND SONDERVERANSTALTUNGEN

(Für Gastkünstler: Raummaße und Ausstattung des Kulturhauses finden Sie HIER.)


 

 

Immer eine Stunde vor Beginn einer Veranstaltung:

Foto: Jojo Ludwig
Foto: Christiane Remmert

Foto- und Poesie-Ausstellung:
ES WAR EINMAL ... - EINE AHNENGALERIE AUS VERGANGENEN ZEITEN

Einzelheiten und Vorschaubilder zur Ausstellung gibt es HIER.


 

 

Samstag, 18. März um 20 Uhr:

 
Foto: Archiv Ralf Kramp

TÖDLICH WÄHRT AM LÄNGSTEN
Kriminell amüsante Lesung mit Ralf Kramp

Es freut uns sehr, dass wir Ralf Kramp, den Meister des humorvollen Krimis, wieder zu einer Lesung im Kulturhaus einladen konnten. Wir machten ihm einfach ein Angebot, das er nicht ablehnen konnte. Er brachte uns zum Vertragsabschluss ein entspannendes Getränk (siehe Foto), aber wir konnten uns noch nicht so recht entschließen, davon zu kosten. Vielleicht irgendwann später, wenn es uns wieder einmal partout nicht gelingen sollte, sanft einzuschlafen.

Munter und mörderisch geht es in Ralf Kramps raffinierten Kriminalgeschichten zu. Mit hintergründigem Witz erzählt er von perfiden Mordplänen, die nach hinten losgehen und von den Tücken des Alltags, die oft eine Kette mörderischer Verstrickungen nach sich ziehen. Das schadenfrohe Lachen droht einem mitunter im Hals stecken zu bleiben, denn er zeigt, dass das Verbrechen nun einmal überall lauert: im Haushalt, auf der Arbeit, im Urlaub …

"Der Mann liest nicht vor, er verwandelt mit seiner Rezitation den schlichten Vorlesesessel zum bunten Tatort." (Peiner Allgemeine)

"Der Art, wie Ralf Kramp seine Geschichten vorträgt, kann sich kaum jemand entziehen." (Aachener Nachrichten)

Das schreibt die Presse, aber überzeugen Sie sich doch am besten selbst davon.


 

 

Freitag, 21. April um 18 Uhr:

Collage und Foto:Jojo Ludwig

STILLE EROBERER
Vortrag mit Diplom-Agraringenieur Michael Schulze

Michael Schulze, stellvertretender Geschäftsführer der Biologischen Station Euskirchen, hält einen Fachvortrag zum Thema "Verändern eingeführte Pflanzen und Tierarten unsere Biotope?".

Zahlreiche Pflanzen und Tierarten wurden vom Menschen nach der Entdeckung Amerikas in andere Regionen und Kontinente eingeführt und verbreitet. Dabei handelt es sich um beabsichtigte und unbeabsichtigte Verbreitungen.
In jedem Fall wäre diesen "Neobiota" eine natürliche Verbreitung in der für sie "Neuen Welt" nicht möglich gewesen oder hätte wesentlich länger gedauert. Die meisten Neophyten (so der wissenschaftliche Name für Pflanzen, die in fremde Gebiete eingeführt wurden) fallen weiter nicht auf. Allerdings gibt es - auch im Kreis Euskirchen - einige, sogenannte "invasive Arten", die die heimische Vegetation verdrängen können und auch andere Auswirkungen auf die Lebensräume haben. Entsprechendes ist aus dem Tierreich bekannt, wenn zum Beispiel Nutrias Dämme aufgraben, Waschbären Vogelnester ausrauben oder die mit dem Ballastwasser der Handelsschiffe "importierten" chinesischen Wollhandkrabben die Kanalisation von Gemeinden am Rhein verstopfen.

An einigen Beispielen aus dem Kreis Euskirchen soll veranschaulicht werden, warum und wie die Vorkommen einiger Neophyten eingedämmt werden und wo aus rechtlicher und ökologischer Sicht weiterer Handlungsbedarf entsteht.

Das "Kulturhaus theater 1" veranstaltet diesen Vortrag in Kooperation mit der Biologischen Station Euskirchen und mit der Initiative "Summen und Blühen".

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei, aufgrund der begrenzten Platzzahl wird jedoch unbedingt um Reservierung gebeten.
Reservierungswünsche, die erst am Tag der Veranstaltung eingehen, können möglicherweise nicht mehr berücksichtigt werden.


 

 

Samstag, 6. Mai um 20 Uhr:

 
Foto: Archiv Dimitri Schenker

STARS ABOVE THE SHTETL
Konzert mit "The Klezmer Tunes"

Das Ensemble um den ehemaligen Eislauf-Profi Dimitri Schenker verlässt seine klassische Linie und macht sich aus den großen Konzerthäusern auf zu einer spielfreudigen Reise über die Kontinente.
Für den Zuhörer entsteht dabei eine spannende Geschichte über Klezmer-Verwandlungen und Verwandtschaften. Von leichtfüßigen Säbeltänzen, Csárdás oder finnischer Polka führt der Spurenlauf zum Jazz über Filmmusiken bis hin zu "Mackie Messer".

Die drei Vollblutmusiker verarbeiten die eingängigen Melodien aus der unendlichen Fundgrube der jüdischen Klezmermusik auf ihre ganz spezielle Weise. Das einzigartige Klangbild des Ensembles ist durch so unterschiedliche Einflüsse wie Jazz, Funk, Gypsy, Bossa Nova und Rock'n'Roll geprägt.

Wer einmal ein Beispiel hören möchte, muss nur auf den Fernseher klicken:

Dimitri Schenker (Klarinette) studierte klassische Klarinette in Moskau und Düsseldorf und schloss das Studium mit Auszeichnung ab. Er spielte unter anderem beim Schleswig-Holstein Musik-Festival, bei der Klassischen Philharmonie Bonn, am Meininger Theater, bei der Rheinischen Philharmonie in Koblenz und war viele Jahre als Solo-Klarinettist bei der Kölner Kammeroper tätig.
Dimitri Schenker war Stipendiat der Stiftung Villa Musica. Er unterrichtet Klarinette an der Musikschule der Stadt Leverkusen und an der Clara-Schumann-Musikschule in Düsseldorf.

Igor Mazritsky (Violine) stammt aus Odessa und spielt seit seinem fünften Lebensjahr Violine. Nach dem Studium - unter anderem an der berühmten Moskauer "Gnessin Akademie" und an der "Rubin Akademie für Musik" in Jerusalem -.unternahm er als langjähriger Konzertmeister und Solist der Jungen Philharmonie Köln mehrere Konzertreisen, bei denen er unter anderem mit Nigel Kennedy zusammen spielte. Außerdem spielte er in verschiedenen Ensembles wie zum Beispiel "Tango Fuego", "Yontev", "Ashira" und "Kol Cole".

Vadim Baev (Akkordeon) geboren in Sewerodwinsk, Nord-Russland, erlernte sein Instrument bereits im Alter von fünf Jahren, studierte an der "Gnessin-Akademie" in Moskau Akkordeon im akademischen Fach und wechselte 2014 nach Deutschland ins "Master of Music"- Programm bei Professor Helmut Quakernack an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln.


 

 

Samstag, 2. September um 20 Uhr:

 
Foto: Hendrik Weber

HAUPTSACHE THEATER
Politisch motivierter Swing mit Melanie Haupt

Es war ein Publikumswunsch und wir, die Betreiber vom Kulturhaus, hatten kaum zu hoffen gewagt, dass Melanie Haupt, die ansonsten in großen Häusern oder im Fernsehen auftritt, für ein Gastspiel im Kulturhaus gewonnen werden konnte.
Aber sie konnte!

Freuen Sie sich mit uns und versäumen Sie nicht die Eröffnung unserer neuen Spielzeit mit ihrer Vorstellung, die sie mit "politisch motivierter Swing" betitelt und folgendermaßen beschreibt:

„Das Theater ist der beste Ort der Welt.
Zumindest für mich. Ich finde ja, das Theater wird total unterschätzt. Und wenn wir jetzt nicht aufpassen, dann ist es weg. Das Schöne ist doch, Theater kann überall sein. Aber vor allem natürlich im Kulturhaus theater 1 in Bad Münstereifel! Dafür braucht man ein paar Lampen, ein paar Menschen auf der Bühne und noch welche, die davor sitzen. Und da kommen Sie ins Spiel! So ganz analog und real. Ich weiß, das klingt verstaubt, aber es war nicht alles schlecht früher.
Dieser Abend geht Quer & Beet durch die gesellschaftlichen Themen in einer Mischung aus Stand-Up und Songs. Ich werde Ihnen sogar die Relativitätstheorie erklären, aber das merken Sie gar nicht, weil die Musik swingt. Und beim Schmerzmittel-Rap werden Sie gänzlich ohne Schmerzmittel auskommen. Versprochen!
Zusammen mit meiner Ukulele und Jonathan Bratoëff an Gitarre und Bass singe ich diesen Liederabend am besten Ort der Welt: Im Theater. Denn Theater kann überall sein… Ich freu mich auf Sie,
Ihre Melanie Haupt.“

Dem ist kaum noch etwas hinzuzufügen, außer, dass wir sie genial finden, dass wir ihre Ansichten zum aktuellen Weltgeschehen teilen und dass unsere Kinnladen noch immer heruntergeklappt sind, seit wir sie singen gehört haben.

Eine Kostprobe ihrer Gesangskunst ist zu hören, wenn der Fernseher angeklickt wird:

Bitte nicht missverstehen: Weder ist Bodo Wartke am 2. September im Kulturhaus mit dabei, noch singt Melanie dann Opernarien. Das Video soll nur demonstrieren, wieso uns die Kinnladen herunterklappten.

Ein Beispiel für das, was sie am 2. September singen will, ist hier zu hören:

(Wenn Sie sich fragen, weshalb Sie nichts hören, könnte das daran liegen, dass Sie nicht auf das Bild geklickt haben.)

Und wer derart überzeugend ist, muss sich nicht wundern, wenn es Preise und Auszeichungen hagelt, zum Beispiel:

"Leipziger Löwenzahn", bestes Programm der Lachmesse 2012
nochmal "Leipziger Löwenzahn" bestes Programm der Lachmesse 2009
"Ralph-Benatzky-Chanson-Preis" beim Bundeswettbewerb Gesang in Berlin 2001
Sonderpreisträgerin der Günther-Neumann-Stiftung für Chanson beim Bundeswettbewerb Gesang in Berlin 1999

Noch gibt es Karten für diesen Abend ...


 

 

Samstag, 23. September um 20 Uhr:

Fotos: Pierre Kamin

RUMEYNISHE FANTASIEN
Klezmer mit Szilvia Csaranko (Akkordeon) und Johannes Paul Gräßer (Violine)

Szilvia Csaranko ist regelmäßig als Dozentin bei internationalen Klezmer-Festivals wie dem "Yiddish Summer Weimar" oder "KlezFest London" tätig und gehört zu den gefragtesten Akkordeonistinnen für traditionelle jiddische Musik in Deutschland.

Johannes Paul Gräßer zählt zu den führenden Geigern der Klezmerbewegung, ist Förderer der jiddischen Musikszene und aktiv als Dirigent, Dozent und Projektmanager. Er ist Begründer und Leiter des Klezmerorchester Erfurt, ein aus über 50 Musiker*innen bestehendes Orchester. Zu seinen bedeutendsten Projekten gehört der "Yiddish Summer Weimar“; von 2009 bis 2021 war er Projektmanager dieser weltweit wichtigsten Institution für jiddische Kultur.

Seit 2010 spielen die beiden Musiker, die seit vielen Jahren in unterschiedlichen Klezmergruppen tätig sind, gemeinsame Kammerkonzerte.
Mit ihrem stets in der Weiterentwicklung stehenden Programm "Rumeynishe Fantasien“ kreieren sie ihren ganz eigenen Sound, der inspiriert von den traditionellen Klängen der Klezmerwelt eine Verbindung zu den Klangwelten der Klassik herstellt.
Die einzigartigen und verzaubernden Melodien der Geige, mal seufzend, mal lachend, verschmelzen in lieblichen, mitunter dramatischen Dialogen mit dem Akkordeon zu einer Klangsymbiose, die unendliche Geschichten zu erzählen vermag.
Rumänische Tänze werden ergänzt von jiddischen Hochzeitsmelodien, die ihren Ursprung in den osteuropäischen Klezmerkapellen haben und in den amerikanischen Jazzclubs der 1920er und 1930er Jahre durch kleine Ensembles der jüdischen Auswanderer ihre Popularität erlangten.

Man darf sich also auf einen abwechslungsreichen Abend mit Klezmer zwischen Tradition und Erneuerung freuen.

Ein kurzes Portrait von Szilvia Csaranko und Johannes Paul Gräßer kann man ansehen, wenn man den Fernseher anklickt: