
Pressestimmen
zu

Kölnische
Rundschau
Christiane Remmert spielt nicht allein die Fee in der Inszenierung
des "Zwerg Nase", sondern unter der Regie von Jojo Ludwig führt sie
auch die Puppen und bedient die Masken und Installationen auf einer
Bühne, die stets für eine Überraschung gut ist. Die Bühnenbilder gehören
schon traditionell zu jenen Attraktionen, die den Besuch des Theaters
in ein Erlebnis verwandeln. Hier werden die kleinen Theaterbesucher
noch von einem Bühnenzauber überwältigt, den viele ihrer Eltern heutzutage
im Erwachsenentheater schmerzlich vermissen.
Die Inszenierung arbeitet mit großen beweglichen Gesichtern, mit raffinierten
Projektionen und gut ausgesuchter Musik, die Jakobs Traumreise hinreißend
ins Bild setzt.
Christiane Remmert spielt, wie schon in ihrer großartigen Inszenierung
von Helme Heines "Freunde", ihre vielfältigen Talente aus. Perfekt
wechselt sie ihre Stimme für jede Figur, überrascht mit diversen Dialekten
und hört dabei präzise in die Seele eines jeden Charakters hinein.
So entfaltet sich Bild für Bild eine Aufführung, deren Atmosphäre
kunstvoll entrückt wirkt, so als lägen die Schleier des Traums über
Jakobs Geschichte. Romantische Elemente verschmelzen fast übergangslos
mit einem bodenständigen Humor, der Eltern und Kinder gleichermaßen
entzückt.
Kölner
Stadtanzeiger
Die Aufführung war tiefsinnig, originell und anspruchsvoll. Es
handelte sich um ein Ein-Personen-Stück und im Wesentlichen gab
es nur ein Bühnenbild. Die übrigen Akteure waren Puppen.
Da fragt man sich: Wie ist es mit einem so geringen Einsatz an Mitteln
überhaupt möglich, spannendes Kindertheater zu machen? Es
erfordert ein durchdachtes und auf die kindliche Wahrnehmung zugeschnittenes
Konzept und die Souveränität einer einzigen Schauspielerin:
Christiane Remmert.
Disziplin und Konzentration waren nötig, um das beachtliche Pensum
zu absolvieren. Obwohl Christiane Remmert bis zu vier Rollen gleichzeitig
sprach, die Bühnentechnik mit übernahm und als Puppenspielerin
agierte, behielt sie stets den Überblick und verstand es, mit
ihrer Stimme zu schauspielern und die unterschiedlichen Typen so darzustellen,
als seien sie tatsächlich auf der Bühne. Dabei wurden sie
von ziemlich kleinen Puppen verkörpert.
Alles wurde mit einfachen Mitteln und visueller Originalität
dargestellt. Sorgfältig ausgewählte Musikpassagen verdichteten
die märchenhafte Stimmung. Die Kleinen verfolgten aufmerksam
und unter spontaner Anteilnahme die Abenteuer Zwerg Nases. Hier wurden
keine Illusionen vorgeführt, die die heutigen Kinder sowieso
durchschauen. Die Aufführung schwelgte in den ureigenen Stärken
des Sprechtheaters und richtete sich geradewegs an die kindliche Vorstellungskraft.
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