Kulturhaus Bad Münstereifel *Langenhecke 2 - 4 | 53 902 Bad Münstereifel | Kartentelefon: 0 22 57 - 44 14 | ePost: kulturhaustheater-1.de


Unsere Gäste und Sonderveranstaltungen

(Für unsere Gastkünstler: Raummaße und Ausstattung des Kulturhauses finden Sie HIER.)


Jeweils eine Stunde vor Beginn einer Veranstaltung:

Fotoausstellung ZRKUSLUFT WEHT DURCHS KULTURHAUS

In den 70er Jahren arbeitete Jojo Ludwig als freiberuflicher Fotograf und machte für einen Verlag in Frankfurt am Main eine Reportage, die das Zirkusleben von einer wenig bekannten Seite zeigen sollte.
Auf keinen Fall wollte er voyeuristische Schnappschüsse, so wie sie viele Fotografen aus Angst vor dem direkten Kontakt mehr oder weniger heimlich mit dem Teleobjektiv machen. Ihm war klar, dass er die wahren Gesichter und Stimmungen mit der Kamera nur festhalten konnte, indem er die Nähe zu den Menschen suchte. Zwischen den Artisten und dem Fotografen erwuchs eine freundschaftliche und vertrauensvolle Beziehung und die Zirkusleute gewährten ihm Einblicke in ihr Privatleben, in Probensituationen oder in das Treiben außerhalb der Manege.

Die alten Schwarz-Weiß-Negative wurden aufwändig eingescannt und restauriert und die Bilder flattern nun wie durch einen (Zirkus-) Luftzug aufgewirbelt durch den Flur des Kulturhauses.

Begleitend zur Ausstellung gibt es ein Buch, in dem nicht nur die Fotografien abgedruckt sind, sondern zudem eine höchst amüsante Geschichte von Christiane Remmert über deren zirkusreife Großmutter.


Samstag, 10. September um 20 Uhr:

Kabarett mit Martin Lüker: SCHNURZ PIEPE

Nun kommt er also zum vierten Mal ins Kulturhaus: Martin Lüker, begnadeter Tastenvirtuose und saukomischer Kabarettist. Mit seinem neuen Programm verordnet er als Luftkurortbeauftragter Entspannung von Amts wegen. Aber lassen wir ihn doch selbst das Wort ergreifen:

"Gestatten, Piepe - Herr Schnurz Piepe!
Der Name ist Programm. Meistens im Sinne von "entspannt".
Manchmal auch im Sinne von "egal". Schnurz Piepe ist eine Lebenseinstellung, eine Art Philosophie.
Ganz im Gegensatz dazu Herr Lüker: Der gehört nämlich eher zur Gattung HB-Männchen. Schnell auf 180, ruckzuck an der Decke.
Schnurz Piepe zeigt Lüker den Weg zur Gelassenheit. Präventiv für die Situationen, in denen sonst die Hutschnur platzt und der Kragen reißt.
Entspannung ist das Stichwort!
Schnurz Piepe nimmt uns dabei mit auf ein entlegenes Nordsee-Archipel. Dort umspülen Ebbe und Flut Ärger und Stress, die Brandung berauscht das Ohrensausen und die steife Brise bläst den Sand aus jedem Getriebe.
Zum Beispiel aus dem Getriebe der Deutschen Bahn. Wenn Sie denn kommt, aber unklar bleibt, ob, wie lange oder wohin Sie fährt.
Schnurz Piepe hat die Macht über Blutdruck und Puls erlangt. Und: Er zeigt uns wie!
Mit Blasebalg statt Betablocker und Schlendrian statt Baldrian,
mit Poesie und Entschleunigung,
mit Verheißungen und Glaubenssätzen,
mit Musik auf Gurke und Klangstäben,
mit der Bohrmaschine, den Beatles, Liszt und Bach,
mit Tango und Wischmop.
Und am Ende ist es wirklich schnurz-piep-egal, ob Sie Sand zwischen den Zehen haben oder einen Muskelkater im Ohr. Hauptsache Sie sind bei diesem skurrilen, kurzweiligen Abend dabei."

Dem haben wir als Veranstalter nichts hinzuzufügen, außer vielleicht noch den Verweis auf seine Homepage. Der steht HIER.


Samstag, 12. November um 20 Uhr:

Kabarett mit Robert Griess: ICH GLAUB', ES HACKT!

„Ich glaub', es hackt!“, das neue Programm des Kölner Kabarettisten und Komikers Robert Griess ist derzeit mit das aktuellste, treffendste und komischste Kabarett, das man jenseits des TVs sehen kann.
Zwischen Abgrund und Hochkomik bringt er das Publikum auf höchstem Niveau und höchst unterhaltsam zum Lachen. Er präsentiert eine kabarettistische Abrechnung mit einer Welt, in der nicht mehr Solidarität und Empathie als noble Charakter- Eigenschaften gelten, sondern Egoismus und Gier. Griess schlägt mit den Waffen von Kabarett und Satire scharf zurück!
Wieso sind ausgerechnet Reiche gegen Mindestlöhne, und feiern trotzdem Charity-Bälle? Weshalb bekommen Manager Bonus-Zahlungen, nicht jedoch Krankenschwestern? Warum ist das Haus Europa eine Eigentümergemeinschaft und keine WG?
Griess stellt wichtige Fragen: To have lunch or to be lunch? Und gibt richtige Antworten: Aus einem Steak kannst du keine Kuh mehr machen. Oder auch: Ein Hamsterrad sieht von innen aus wie eine Karriereleiter.
Ob als rebellischer „Herr Stapper auf Hartz IV“, der mit anarchischem Spaß Angst und Schrecken in den Wohlfühl-Milieus verbreitet, ob als „Queen Mutti, Angie I.“ oder als schrägster Berater-Consultant Deutschlands, ob als frustrierter Grüner in der Opposition oder als Griess selbst, unterwegs im Alltag der permanenten Überforderung: Robert Griess bietet ein erfrischendes Programm voller überraschender Momente, rasanter Dialoge und pointierter Höhepunkte.
Die Badische Zeitung schreibt: „Schwarzhumorist, Politsatiriker, genialer Spötter oder Animateur für die Revolte: Robert Griess bietet ein Programm, das entgegen vieler intellektuell verhungerter TV-Kabaretts Maßstäbe setzt.“

Robert Griess gewann zahlreiche Kleinkunstpreise und ist regelmäßig Gast in Hörfunk und TV, zum Beispiel beim ARD-Satire-Gipfel, „Otti´s Schlachthof“, „Intensivstation“(NDR) oder „Stratmanns“(WDR). 2012 erschien sein Roman „Stappers Revolte“ bei Random House, basierend auf Griess´ beliebtester Bühnenfigur. Als Video-Kolumnist für das Handelsblatt erklärte er 2013 die Welt der Wirtschaft. Griess ist Mitgründer des SCHLACHTPLATTE-Ensembles und künstlerischer Leiter des Kölner STREITHÄHNE-Festivals für politisches Kabarett.
Texte von ihm wurden/werden auch gespielt von Simone Solga, Thomas Freitag, Dieter Hallervorden, „Düsseldorfer Kommödchen“, Sissi Perlinger, „Die Distel“ und vielen anderen.

Zur Homepage von Robert Griess geht es HIER.


Samstag, 21. Januar um 20 Uhr:
Foto: Harald Morsch
Kabarett mit Erwin Grosche: WARMDUSCHER-REPORT VOL.2

Erwin Grosche, vielfach mit Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Kleinkunstpreis und dem Peter-Hille-Literaturpreis, ist ein Clown, ein Philosoph und ein perfekter Reiseführer durchs wilde Absurdistan.
Als Großmeister der Wortakrobatik und der schier unmöglichen Pointen überrascht er seit dreißig Jahren sein Publikum. Manchmal staunt man am Ende, warum diese ganz eigene Sicht der Dinge einem noch nicht selbst eingefallen ist, findet auch noch die schrägste Perspektive ganz normal und wundert sich über nichts mehr.
Das ist große Wortkunst und im besten Sinne des Wortes.
Nun hat Erwin Grosche noch einmal die Glanzstücke und Lieblingsszenen aus dreißig Jahren Kabarettgeschichte ausgepackt. Hier kann man sie noch mal erleben:
Die Omis mit den neuen Gummistiefeln, die tanzenden Badekappen, die rockenden Nudeln, das athletische Spannbetttuch, die letzten Raucher, den Frühsport nach Getreidesorten, die stöhnende Kaffeemaschine, die Peter Sloterdijk Entspannungstasche.
Es ist die gottvertrauende Naivität, es ist die Schwäche des Kindes, aus der heraus Grosche die Kraft seiner Nummern entwickelt. Hier wird sanft und subtil gestreichelt. Es macht glücklich ihm dabei zuzuschauen. Er rührt an, er bringt zum Lachen, zum Nachdenken – und all das auf eine wunderbar leichte Art. Grosches Experimentierlust kennt keine Grenzen.

Gucken Sie sich diesen Mann an, solange es geht. Wer weiß. Er ist ein echter Abenteurer der inneren Welten. Eines Tages könnte er in ihnen verschwinden und nicht wiederkommen.

Zur Homepage von Erwin Grosche geht es HIER.

 

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