Kulturhaus Bad Münstereifel *Langenhecke 2 - 4 | 53 902 Bad Münstereifel | Kartentelefon: 0 22 57 - 44 14 | ePost: kulturhaustheater-1.de


UNSERE GÄSTE UND SONDERVERANSTALTUNGEN

(Für unsere Gastkünstler: Raummaße und Ausstattung des Kulturhauses finden Sie HIER.)


Jeweils eine Stunde vor Beginn einer Veranstaltung:



Fotoausstellung: ZIRKUSLUFT WEHT DURCHS KULTURHAUS

In den 70er Jahren arbeitete Jojo Ludwig als freiberuflicher Fotograf und machte für einen Verlag in Frankfurt am Main eine Reportage, die das Zirkusleben von einer wenig bekannten Seite zeigen sollte.
Auf keinen Fall wollte er voyeuristische Schnappschüsse, so wie sie viele Fotografen aus Angst vor dem direkten Kontakt mehr oder weniger heimlich mit dem Teleobjektiv machen. Ihm war klar, dass er die wahren Gesichter und Stimmungen mit der Kamera nur festhalten konnte, indem er die Nähe zu den Menschen suchte. Zwischen den Artisten und dem Fotografen erwuchs eine freundschaftliche und vertrauensvolle Beziehung, und die Zirkusleute gewährten ihm Einblicke in ihr Privatleben, in Probensituationen oder in das Treiben außerhalb der Manege.

Die alten Schwarz-Weiß-Negative wurden aufwändig eingescannt und restauriert und die Bilder flattern nun wie durch einen (Zirkus-) Luftzug aufgewirbelt durch den Flur des Kulturhauses.

Begleitend zur Ausstellung gibt es ein Buch, in dem nicht nur die Fotografien abgedruckt sind, sondern zudem eine höchst amüsante Geschichte von Christiane Remmert über deren zirkusreife Großmutter.


Samstag, 3. Dezember um 20 Uhr:



Vorweihnachtliches Eifel-Kabarett mit Jupp Hammerschmidt: DA HAMMER DIE BESCHERUNG

Die Weihnachtszeit beginnt seit eh und je mit dem ersten Advent - außer in der guten alten Eifel. Als dort noch von Ende August bis Mitte Mai durchgängig mindestens zwei Meter Schnee lagen, als im "Sibirien Preußens" noch jeder Mann sonntags seine eigene Sauna direkt am Körper trug, das sogenannte "Nyltesthemd" - da begann dort die Weihnachtszeit exakt an Sankt Martin. Die Laternen im Martinszug, die "Fackeln", waren ausgehöhlte Rüben mit Kerze - und jedes Kind kriegte vom heiligen Mann einen "Weggemann" mit Tonpfeifchen, in denen die Heranwachsenden ab September das Herbstlaub ratzekahl bis aufs letzte Blatt wegqualmten, weshalb in der Eifel auch nie ein Laubsauger gesehen wurde.
Sankt Nikolaus war ein weiteres weihnachtszeitliches Highlight, wie auch die große Krippe in der Kirche mit dem farbigen Beugemigranten, von den Eifeler Eingeborenen respektlos "Nickneger" genannt. Nach der Bescherung, genau um Mitternacht, versammelte sich die Gemeinde frisch fichtennadelgebadet zur Christmette. Die Pappweihnachtsteller gaben zu diesem Zeitpunkt stellenweise schon das Silbergegrissels frei, hatten aber immer noch reichlich Dominosteine im Angebot - mit dieser ekligen Glibberschicht drin, die das kleine Jüppchen von der Konsistenz her an die glasigen Fettstreifen im Sonntagsrinderbraten erinnerte: Gänsehaut-Feeling pur!
Dann waren da noch die heute längst vergessenen "Möhren im Advent", denen der Kalterherberger Karotten-Dichter Eduard Möhrike mit seinem Poem aber Gott sei Dank ein Denkmal gesetzt hat.
Und noch vieles mehr von dem, was die Weihnachtszeit in der guten alten Eifel einst ausmachte, hat Jupp Hammerschmidt zu einer Melange aus Prosa, Reim und Gesang zusammengerührt: "Da hammer die Bescherung!"
Übrigens: Es wird gemunkelt, dass Zömmermanns Jupp, dä arme Schlupp, auch wieder zu Wort kommt.

Zur Homepage von Jupp Hammerschmidt geht es HIER.


Samstag, 10. Dezember um 20 Uhr:

Foto: The Klezmer Tunes

Konzert mit "The Klezmer-Tunes": KLEZMER-VERWANDTSCHAFTEN

The Klezmer-Tunes sind drei Vollblutmusiker, die die eingängigen Melodien aus der unendlichen Fundgrube der jüdischen Klezmermusik auf ihre ganz spezielle Weise verarbeiten. Das Ensemble um den ehemaligen Eislauf-Profi Dimitri Schenker verlässt mit diesem neuen Programm seine klassische Linie und macht sich aus den großen Konzerthäusern auf zu einer spielfreudigen Reise über die Kontinente. Für den Zuhörer erzählt ihre Musik eine spannende Geschichte über Klezmer-Verwandlungen und Verwandtschaften. Von leichtfüßigen Säbeltänzen über Csárdás und finnischer Polka führt der Spurenlauf zum Jazz über Filmmusiken bis hin zu Mackie Messer.
Das einzigartige Klangbild des Ensembles ist durch so unterschiedliche Einflüsse wie Jazz, Funk, Gypsy, Bossa Nova und Rock’n’Roll geprägt. Die drei Musiker entführen ihr Publikum in eine Klangwelt, in der Lebensfreude und Traurigkeit sich nicht ausschließen müssen und kaum jemand kann sich dem Sog ihres virtuosen harmonischen Spiels entziehen.

Dimitri Schenker studierte klassische Klarinette in Moskau und Düsseldorf und schloss das Studium mit Auszeichnung ab. Er spielte u.a. beim Schleswig-Holstein Musik Festival, bei der Klassischen Philharmonie Bonn, am Meininger Theater, bei der Rheinischen Philharmonie in Koblenz und war viele Jahre als Solo-Klarinettist bei der Kölner Kammeroper tätig. Schenker war Stipendiat der Stiftung Villa Musica und unterrichtet als Klarinettenlehrer an der Musikschule der Stadt Leverkusen und an der Clara-Schumann Musikschule in Düsseldorf.

Igor Mazritsky spielt seit seinem fünften Lebensjahr Violine. Nach dem Studium u.a. an dem berühmten Gnessin Institut in Moskau und der Rubin Akademie für Musik in Jerusalem unternahm er als langjähriger Konzertmeister und Solist der Jungen Philharmonie Köln mehrere Konzertreisen, bei denen er u.a. mit Nigel Kennedy zusammenspielte.

Vadim Baev ist der Dritte im Bunde und beherrscht das Akkordeon meisterhaft. Er wurde in Russland geboren und studierte zunächst an der Gnesin Musikakademie in Moskau. Zur Zeit vervollständigt er seine Ausbildung an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Im Laufe der Jahre erhielt er verschiedene Stipendien. Vadim Baev ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe und führt eine rege Konzerttätigkeit.

Zur Homepage der Klezmer-Tunes geht es HIER.


Samstag, 14. Januar um 20 Uhr:



Tante Ernas Kultur-Picknick präsentiert: HOLZ-POET JÜRGEN DIEKMANNSHENKE

Tante Ernas Kultur-Picknick will den Künstlern und Künstlerinnen aus Münstereifel ein Forum geben und lädt das Publikum dazu ein, sich wie bei einem Picknick das Lieblingsgetränk und die Lieblingsspeise zur Veranstaltung mitzubringen. Das erste Kultur-Picknick war ein voller Erfolg und nun geht es in die zweite Runde.

Wieder hat Tante Erna einen ganz außergewöhnlichen Künstler entdeckt, den sie dem Publikum präsentieren möchte: Jürgen Diekmannshenke. Der weltweit einzige Holz-Poet erzählt von seiner Liebesgeschichte mit dem Holz und zeigt einige seiner Werke.
Ausgehend von seiner Ausbildung zum Schreiner, zu der er einige amüsante Anekdoten zu erzählen weiß, beschreibt er seinen Weg vom Beruf zur Berufung. Das Material "Holz" ist für ihn dabei mehr als nur ein Werkstoff, er bearbeitet es mit allen Sinnen. Wir erinnern uns: es gibt fünf davon.
Sein Weg vom Handwerk zum Sinnlichen weist etliche interessante Begegnungen und Erkenntnisse auf und viel Symbolisches wird auf diesem Weg gespiegelt. Man darf gespannt sein.
Seine Dankbarkeit, die Arbeit mit Holz machen zu dürfen, durchdringt all seine Werke und es ist fast schon eine Philosophie, die er seiner Kunst zugrunde legt. Viele Weisheiten der Urvölker lassen sich in seinen Arbeiten wiederfinden.
Der Tischler, Künstler und Pädagoge Hugo Kükelhaus (1900 - 1984) hat ihn maßgeblich beeinflusst. Das von Kükelhaus entwickelte "Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne", in dem er seine Vorstellung von einer menschengemäßen Lebensumwelt propagiert, ist auch für Jürgen Diekmannshenke ein wesentliches Kriterium für seine Arbeit als Künstler, die er immer mit dem Blick auf die menschlichen Sinne durchführt.

"Holz" wird also für dieses Kultur-Picknick ein zentrales Thema sein, aber hölzern wird es ganz bestimmt nicht werden.
Dafür sorgen mit Sicherheit sowohl Tante Ernas Nichte Zilli Eschbach, die als rheinische Frohnatur aus dem Roman "Holzweg" liest, als auch Neffe Hauke Lütjensteen, der mit trockenem norddeutschen Humor das Interview mit dem Holz-Poeten führen wird. Denn Tante Erna selbst ist wieder einmal nicht anwesend, sie befindet sich gerade auf dem Greepeace-Schiff "Arctic Sunrise" und will vor der Küste Japans gegen den Walfang protestieren.


Samstag, 21. Januar um 20 Uhr:

Foto: Harald Morsch

Kabarett mit Erwin Grosche: WARMDUSCHER-REPORT VOL.2

Erwin Grosche, vielfach mit Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Kleinkunstpreis und dem Peter-Hille-Literaturpreis, ist ein Clown, ein Philosoph und ein perfekter Reiseführer durchs wilde Absurdistan.
Als Großmeister der Wortakrobatik und der schier unmöglichen Pointen überrascht er seit dreißig Jahren sein Publikum. Manchmal staunt man am Ende, warum diese ganz eigene Sicht der Dinge einem noch nicht selbst eingefallen ist, findet auch noch die schrägste Perspektive ganz normal und wundert sich über nichts mehr.
Das ist große Wortkunst und im besten Sinne des Wortes.
Nun hat Erwin Grosche noch einmal die Glanzstücke und Lieblingsszenen aus dreißig Jahren Kabarettgeschichte ausgepackt. Hier kann man sie noch mal erleben:
Die Omis mit den neuen Gummistiefeln, die tanzenden Badekappen, die rockenden Nudeln, das athletische Spannbetttuch, die letzten Raucher, den Frühsport nach Getreidesorten, die stöhnende Kaffeemaschine, die Peter Sloterdijk Entspannungstasche.
Es ist die gottvertrauende Naivität, es ist die Schwäche des Kindes, aus der heraus Grosche die Kraft seiner Nummern entwickelt. Hier wird sanft und subtil gestreichelt. Es macht glücklich ihm dabei zuzuschauen. Er rührt an, er bringt zum Lachen, zum Nachdenken – und all das auf eine wunderbar leichte Art. Grosches Experimentierlust kennt keine Grenzen.

Gucken Sie sich diesen Mann an, solange es geht. Wer weiß. Er ist ein echter Abenteurer der inneren Welten. Eines Tages könnte er in ihnen verschwinden und nicht wiederkommen.

Zur Homepage von Erwin Grosche geht es HIER.


Samstag, 25. März um 20 Uhr:

Foto: Onkel Fisch

Kabarett mit "Onkel Fisch": NEUES AUS DER LOBBYTH€K

Deutschland - ein einziges Lobbyparadies!
80 Prozent der Deutschen wollen keine Waffenexporte, trotzdem sind wir der drittgrößte Waffenhändler der Welt.
Damit nicht nur die Lobbyisten lachen, ist es jetzt Zeit für das Expertenteam im feinen Anzug und mit feinem Näschen. Das Duo "Onkel Fisch" analysiert genüsslich die besten Lobbyisten-Tricks: Von Schmieren über Kungeln bis In-den-Puff-einladen, was die Kriegskasse hergibt.
Der erfolgreiche Lobbyist weiß - die Wortwahl ist entscheidend. "Chlorhühnchen" klingt eklig? Besser: "Aktives Pool-Geflügel mit Freischwimmer". Deutsche Panzer für Afrika? Ach nein: "Leopard 2-Auswildern in der Savanne" ist doch viel niedlicher.
Und gegen die kritischen Stimmen besorgter Bürger gibt's bestimmt schon was von Ratiopharm.

Adrian und Markus haben wertvolle Tipps aus ihrer "Lobbythek" mitgebracht, denn Lobbyarbeit kann man prima selber machen. Mit hausgemachtem Lobbyismus die eigenen Kinder zum Gemüse-Essen kriegen (schwer), den Chef zur Gehaltserhöhung tricksen (leicht) oder die NSA mit einem einfachen Telefonat zum Auf-Hören bewegen (easy-peasy).

"Onkel Fisch" sind anders, weil sie Kabarett und Entertainment auf intelligente Art miteinander verquicken, abwechslungsreich, spielfreudig und auf den Punkt. Ihre Programme bieten textlich hervorragende Satire. Energiegeladen und immer wieder überraschend – quer durch alle Genres der Kleinkunst, charmant und durchaus böse, dargeboten von einem spielerisch hochklassigen Duo.
"Neues aus der Lobbythek" ist ein komischer Action-Kabarett-Abend, bei dem gesungen, getanzt und überrascht wird - mit flächendeckendem Mindestgehalt für die "Generation Angeschmiert".

Adrian Engels und Markus Riedinger haben seit der Gründung ihres Duos "Onkel Fisch" im Jahr 1994 nicht nur hunderte Bühnen in ganz Deutschland abgerissen, sondern auch Radiohörer mit tausenden Sketchen begeistert (WDR 2, WDR 5, SWR 3, Eins Live, HR 3, u.v.a.) und Fernsehsendungen (Nightwash, Stratmann's, SWR Late Night u.v.a.) bereichert.
Das WDR-Fernsehen hat drei Programme von ihnen aufgezeichnet, sie haben 10 CDs veröffentlicht und ein Buch geschrieben. 2013 gewannen sie den Bremer Comedypreis und weil sie von Mutter Natur mit einer Extraportion Energie und verrücktem Einfallsreichtum beschenkt wurden, können sie auch einfach nicht damit aufhören.

Zur Homepage von "Onkel Fisch" geht es HIER.


Samstag, 27. Mai um 20 Uhr:

Foto: Dacapella

Konzert mit der Gruppe "Dacapella": A CAPELLA MAL 8

Für ein Konzert, bei dem es keine Musikinstrumente gibt, müssten die Künstler gesangstechnisch schon etwas Besonderes zu bieten haben. Dass die vier Frauen und vier Männer von "Dacapella" sogar etwas ganz Besonderes bieten und nicht nur auf musikalischer Ebene, sondern auch optisch und bühnenwirksam ihr Publikum beeindrucken können, ist unumstritten. Sonst hätten sie wohl kaum den 1. Platz bei der "Wise-Guys-Afterglow-Challenge" und gleich zweimal den 1. Platz beim "A-cappella-Contest NRW" (2007 und 2010) gewinnen können.
Und da es nicht gerade einfach ist, einen gemeinsamen Termin für acht Personen zu finden,
sind wir froh und glücklich, dass wir diese "A-capella-Supergroup" für ein Konzert im Kulturhaus engagieren konnten.
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Im Rhein-Erft-Kreis sind sie bereits hinlänglich bekannt. Zwischenzeitlich haben sie sich auch auf überregionalen A-cappella-Festivals einen hervorragenden Namen gemacht. Mit neuen Songs im Gepäck treten sie nun in Münstereifel auf. Die Vokal-Artisten von Dacapella präsentieren einen Streifzug durch mehrere Jahrzehnte der Popmusik. Der eine oder andere Abstecher in Sparten wie Klassik oder rheinische Mundart gehören ebenso zum Programm wie eine ausgefeilte Bühnenshow.
Und etliche Portionen Humor haben sie ebenfalls im Gepäck.

Freuen Sie sich auf ein besonderes musikalisches Ereignis für Auge und Ohr!

Die Homepage von Dacapella finden Sie HIER.


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