Kulturhaus Bad Münstereifel *Langenhecke 2 - 4 | 53 902 Bad Münstereifel | Kartentelefon: 0 22 57 - 44 14 | ePost: kulturhaustheater-1.de


UNSERE GÄSTE UND SONDERVERANSTALTUNGEN

(Für unsere Gastkünstler: Raummaße und Ausstattung des Kulturhauses finden Sie HIER.)


 


Jeweils eine Stunde vor Beginn einer Veranstaltung:




Fotoausstellung: ZIRKUSLUFT WEHT DURCHS KULTURHAUS

In den 70er Jahren arbeitete Jojo Ludwig als freiberuflicher Fotograf und machte für einen Verlag in Frankfurt am Main eine Reportage, die das Zirkusleben von einer wenig bekannten Seite zeigen sollte.
Auf keinen Fall wollte er voyeuristische Schnappschüsse, so wie sie viele Fotografen aus Angst vor dem direkten Kontakt mehr oder weniger heimlich mit dem Teleobjektiv machen. Ihm war klar, dass er die wahren Gesichter und Stimmungen mit der Kamera nur festhalten konnte, indem er die Nähe zu den Menschen suchte. Zwischen den Artisten und dem Fotografen erwuchs eine freundschaftliche und vertrauensvolle Beziehung, und die Zirkusleute gewährten ihm Einblicke in ihr Privatleben, in Probensituationen oder in das Treiben außerhalb der Manege.

Die alten Schwarz-Weiß-Negative wurden aufwändig eingescannt und restauriert und die Bilder flattern nun wie durch einen (Zirkus-) Luftzug aufgewirbelt durch den Flur des Kulturhauses.

Begleitend zur Ausstellung gibt es ein Buch, in dem nicht nur die Fotografien abgedruckt sind, sondern zudem eine höchst amüsante Geschichte von Christiane Remmert über deren zirkusreife Großmutter.



 

 

Samstag, 9. September um 20 Uhr:


Tante Ernas Kultur-Picknick: URSULA PALM-ZUMBÉ, SCHMUCKDESIGNERIN UND HERRIN DER RINGE

"Unser Schmuck ist keine Ausgabe, sondern eine Investition in positive Energie." - so lautet ein Kernsatz der Goldschmiede Palm. Wenn man also bisher glaubte, Schmuck diene nur zur hemmungslosen Geldausgabe, so kann man an diesem Abend eines Besseren belehrt werden. Denn Tante Erna hat wieder einmal eine außergewöhnliche Künstlerin in Münstereifel entdeckt, die sie dem Publikum anlässlich ihres fünften Kultur-Picknicks vorstellen möchte.
Die Goldschmiede-Meisterin und Schmuckgestalterin Ursula Palm-Zumbé fertigt nicht nur exquisite Unikate in ihrer Werkstatt an, sie entwirft ihren Schmuck auch selbst und betreibt ein Geschäft in der Münstereifeler Marktstraße. Daneben ist sie leidenschaftliche Cinéastin, J.R.R.-Tolkien-Verehrerin und Insel-Besucherin, spielt Klavier, gestaltet regelmäßig Ausstellungen in ihrem Haus und bändigt dazu noch einen Riesenschnauzer. Außerdem wurde eines ihrer Schmuckstücke unter mehr als 1400 Einsendungen beim "International Pearl Design Contest" in Kobe / Japan preisgekrönt.
Eine bemerkenswerte Frau!
Tante Erna hat diesmal auch fest versprochen, persönlich anwesend zu sein und die Moderation gemeinsam mit ihrem Neffen Hauke Lütjensteen zu übernehmen. Ihre Nichte Zilli Eschbach wird aus der klassischen Literatur amüsante Geschichten zum Thema "Schmuck" lesen, erstaunlicherweise tut sie dies ohne ihren ansonsten unüberhörbaren rheinischen Akzent.
Wie seit dem dritten Kultur-Picknick üblich, werden auch diesmal wieder Hauke und Zilli das passende "Picknick-Lied" zum Besten geben, und wie außerdem üblich, kann (und soll!) man sich sein Lieblingsgetränk und seine Lieblingsspeise mitbringen und vor Ort zu sich nehmen.
Der Eintritt ist wieder frei, der Austritt aber nicht. Man bezahlt also am Ende der Veranstaltung und bestimmt dabei selbst, was einem der Abend und die Arbeit der Künstler wert war. Man kann diesmal auch gern mit Diamanten oder Gold bezahlen.
Die Veranstaltung findet im ersten Stock des Kulturhauses statt, deshalb ist der Zugang ausnahmsweise nicht barrierefrei, sondern nur über Treppen möglich.

Zur Homepage der Goldschmiede Palm geht es HIER.


 

 

Samstag, 30. September um 20 Uhr:

Foto: Agentur Monika Blankenberg

Kabarett mit Monika Blankenberg: ALTERN IST NICHTS FÜR FEIGLINGE - VOL. 2

Die meisten von uns altern, das scheint unumgänglich zu sein. Ausgenommen davon sind offenbar nur einige Hollywood-Stars. Und Monika Blankenberg, zumindest, was ihre Vitalität auf der Bühne anbelangt. Denn nach dem großen Erfolg ihres Programmes "Altern ist nichts für Feiglinge", das dem Kulturhaus und ihr 2015 eine ausverkaufte Vorstellung bescherte, geht es nun quasi ungealtert in die Fortsetzung.

"Altern ist nichts für Feiglinge - Vol. 2" ist eine weitere blitzgescheite und amüsante Gesellschaftssatire. Auch in diesem Programm wird äußerst humorvoll mit Diskriminierungen und Vorbehalten aufgeräumt.
Wir alle sitzen auf dem "Obstbaum des Lebens", und es ist gleich, ob wir nun frühreif, reif, voll reif, überreif oder schon wurmstichig sind. Dieses Leben mit all seinen Widrigkeiten ist lebenswert und mit einer guten Portion Humor lachen wir einfach mal alles weg, was stört.
Das spart auch den Hausarzt, schließlich ist Lachen immer noch die beste Medizin.
Hier erfahren Sie mehr über Hormonkoller in verschiedenen Lebensstadien, darüber, wie beim Sex aus "Quickies" "Longies" werden und warum uns der Fortschritt selbstfahrende Autos und staubsaugende Roboter beschert, aber niemals die wirklich brauchbaren Dinge.

Monika Blankenbergs Programm ist gesellschaftskritisch und politisch, witzig und ironisch. Ihre Authentizität, ihr Improvisations- und Schauspieltalent machen diesen Abend zu etwas ganz Besonderem. Sie bietet sich als gesellschaftliches Spiegelbild an, geht mit spitzer Zunge und einer Riesenportion Humor ans Werk.
Und selbstverständlich "altert" sie wieder vor Ihren Augen und verwandelt sich innerhalb kürzester Zeit in "Oma Anna", die sich einem vollkommen irrwitzigen Zeitgeist mutig in den Weg stellt und trotz ihres hohen Alters noch einmal kämpferisch wird.

Zur Homepage von Monika Blankenberg gelangen Sie HIER.


 

 

Samstag, 4. November um 20 Uhr:

Foto: Agentur Josef Pretterer

Figuren-Kabarett mit Josef Pretterer: HERZVERSAGEN - EIN STÜCK LEBEN

Nagg und Nell, ein Ehepaar im Pflegeheim.
Angesichts einer ungewissen Zukunft blicken die beiden zurück auf ihr Leben und erinnern sich. Personen und Gegenstände tauchen auf, werden lebendig und verschwinden wieder.
Josef Pretterer schlüpft mit beiden Armen in seine lebensgroßen Puppen, spricht, und ist doch nicht anwesend. Er spielt ein magisch groteskes Figurenkabarett zum Lachen und Zähneknirschen, und da kommt Leben in die Bude.
Es erscheinen:
Pater Gottfried, ein ratloser Priester,
ein randvoller Bierkrug,
Heinz, ein wehmütiger Totengräber,
zwei blanke Knochen,

Gerda von Schwanensee, eine harmoniesüchtige Therapeutin,
Adi und Bella, zwei deutsche Schäferhunde
und viele andere schräge Typen.

Der Wahl-Münchener Josef Pretterer ist mit seinen Figuren ein Unikum in der Kleinkunstszene. Er ist weder nur Kabarettist, noch nur Figurenspieler, sondern vereint beides zu einer unverwechselbaren Melange. Für die nötige Würze und Schärfe sorgt sein ausgewiesenes Talent zur Improvisation. Wenn er nicht gerade eine seiner schrägen Puppen zum Leben erweckt, schlüpft er in die unterschiedlichsten Rollen. Durch markante Stimmen und Dialekte verleiht er jeder seiner Figuren einen eigenen Charakter. Sein Humor ist so blühend wie seine Fantasie und reicht von der ironischen Anspielung bis zum anarchischen Gelächter.

Josef Pretterer, Meiserschüler der Fachhochschule für Kunst und Design in Köln und Gastdozent an der Akademie der Künste in Bogota, arbeitete als Illustrator unter anderem für die Magazine "Stern", "Bunte" und an Trickfilmen und Bildergeschichten für die Fernsehsender WDR, NDR, BR und "Deutsche Welle". Hier erschuf er auch Geschöpfe für Sendungen wie "Sesamstraße", "Die Sendung mit der Maus", "Janosch" oder "Traumstunde". Seit 1992 ist er mit seinen Figuren-Kabarett-Programmen auf zahlreichen Theaterbühnen und Festivals unterwegs und wurde mit dem Ossi-Sölderer-Förderpreis ausgezeichnet.

Zur Homepage von Josef Pretterer kommt man HIER.


 

 

Samstag, 13. Januar um 20 Uhr:

Kabarett mit Jupp Hammerschmidt: NE BASCHTISCH WRACKE WÖNK

Für Nicht-Eifeler: Dieses Programm ist keineswegs ein Schnellkursus für einen selten gesprochenen ungarischen Dialekt, nein, es handelt sich hierbei tatsächlich um eine Variante der deutschen Sprache. Keine Angst also, auch Nicht-Eifeler werden alles verstehen.
Unser Freund Jupp Hammerschmidt, der einzig wahre Eifel-Poet, bemerkt dazu:

Nichts bestimmt das Leben in der Eifel so sehr wie der heftige, ekelhafte, fiese Wind. „Ne baschtisch wracke Wönk“. Der Wind ist so grausam – da musst du dir schon einen „Wrack“ mehr anziehen. Oder auch zwei. Und wenn du das nicht tust, zerbirst es dich. Und „zerbersten“ heißt im Eifeler Platt „baschte“: „Ne baschtisch wracke Wönk“ also.
Als natürlichen Windschutz haben die Eingeborenen dann im Laufe der Jahrtausende bekanntlich hohe Buchenhecken angebaut, beschnitten und liebevoll gepflegt, bis sie schließlich das wurden, was sie heute sind: Das achte Weltwunder.
Der doppelte Überschlag in der Schiffschaukel kommt ebenfalls zur Sprache, auf jeder Kirmes eine herausragende Möglichkeit für einen männlichen Heranwachsenden, den Mädels zu imponieren, vor allem, wenn er beim Überschlag den Halt verlor und in einer 20 Meter entfernten Baumkrone landete – oder auf dem Misthaufen nebenan.
Der „baschtisch wracke Wönk“ dominierte das Leben in der Eifel in allen Belangen – bis hin zur sparsamen Verwendung der Sprache – man wollte diesen ekelhaft fiesen Wind nicht auch noch in den Atemwegen haben.
Die immer wieder zu hörenden hämischen Kommentare über die Folgen der „innerfamiliären Fortpflanzung“ auf engstem Raum hinter den Hecken weist Hammerschmidt klipp und klar zurück – Forschungen haben längst eindeutig nachgewiesen: Die Eifeler waren vom IQ her immer schon in der Lage, einfache Sortierarbeiten zu verrichten, da gibt es keinen Zweifel.
Allerhand „Versenktexte“ fehlen ebenso wenig wie das Poem über den berühmten „Brunnen auf der Triftstraß“, das Franz Schubert so einfühlsam vertonte.
Und wozu es gut war, sich vor der Wallfahrt nach Heimbach die Hosentaschen voll Kaffeebohnen zu stopfen – diese seit Jahrzehnten immer wieder gestellte Frage wird ebenfalls endlich beantwortet.

Zu Jupp Hammerschmidts Homepage gelangt man HIER.

 

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