Kulturhaus Bad Münstereifel *Langenhecke 2 - 4 | 53 902 Bad Münstereifel | Kartentelefon: 0 22 57 - 44 14 | ePost: kulturhaustheater-1.de


UNSERE GÄSTE UND SONDERVERANSTALTUNGEN

(Für unsere Gastkünstler: Raummaße und Ausstattung des Kulturhauses finden Sie HIER.)


Jeweils eine Stunde vor Beginn einer Veranstaltung:

Fotoausstellung: ZIRKUSLUFT WEHT DURCHS KULTURHAUS

In den 70er Jahren arbeitete Jojo Ludwig als freiberuflicher Fotograf und machte für einen Verlag in Frankfurt am Main eine Reportage, die das Zirkusleben von einer wenig bekannten Seite zeigen sollte.
Auf keinen Fall wollte er voyeuristische Schnappschüsse, so wie sie viele Fotografen aus Angst vor dem direkten Kontakt mehr oder weniger heimlich mit dem Teleobjektiv machen. Ihm war klar, dass er die wahren Gesichter und Stimmungen mit der Kamera nur festhalten konnte, indem er die Nähe zu den Menschen suchte. Zwischen den Artisten und dem Fotografen erwuchs eine freundschaftliche und vertrauensvolle Beziehung, und die Zirkusleute gewährten ihm Einblicke in ihr Privatleben, in Probensituationen oder in das Treiben außerhalb der Manege.

Die alten Schwarz-Weiß-Negative wurden aufwändig eingescannt und restauriert und die Bilder flattern nun wie durch einen (Zirkus-) Luftzug aufgewirbelt durch den Flur des Kulturhauses.

Begleitend zur Ausstellung gibt es ein Buch, in dem nicht nur die Fotografien abgedruckt sind, sondern zudem eine höchst amüsante Geschichte von Christiane Remmert über deren zirkusreife Großmutter.


Samstag, 15. Oktober um 20 Uhr:

Neue Veranstaltungsreihe: TANTE ERNAS KULTUR-PICKNICK

mit

AVIDA MOLINERA
(Flamenco)
ZILLI ESCHBACH
(Lesung und Moderation)
HAUKE LÜTJENSTEEN
(Komik und Moderation)

Am 14. Oktober 2016 besteht das Kulturhaus theater 1 neun Jahre und startet einen Tag später in der ersten Etage des Hauses eine neue Veranstaltungsreihe: Tante Ernas Kultur-Picknick.

Tante Erna hat zwei Leidenschaften: Kultur und Picknick. Was also liegt näher, als diese beiden Passionen zu verbinden? In lockerer Folge will sie deshalb Kulturschaffende vorstellen, die in Bad Münstereifel oder in den dazugehörigen Orten des Höhengebietes ansässig sind.
Tante Erna selbst weilt allerdings momentan in Kolumbien, wo sie einer dritten Leidenschaft nachgeht, einer heißen Liebesaffäre mit einem berühmten Telenovela-Darsteller, der es verständlicherweise vorzieht, anonym zu bleiben. Sie hat trotzdem zugesagt, ab und zu per Telefon den Abend mitzugestalten. Die Moderation überlässt sie jedoch vorläufig ihrem Neffen Hauke Lütjensteen und ihrer Nichte Zilli Eschbach, die in ebenso amüsanten wie informativen Gesprächen der/die Künstler/in und die jeweilige Kunstrichtung dem Publikum ausführlich präsentieren werden.

Begonnen wird die Reihe mit der Flamenco-Tänzerin Avida Molinera, und Zilli Eschbach liest im Wechsel zu den Tänzen aus dem Roman "Don Quijote de La Mancha", dem Klassiker der Weltliteratur von Miguel de Cervantes.

Während normalerweise im Theater nicht gegessen und getrunken werden kann, ist es bei dieser Veranstaltungsreihe anders: Die Zuschauer werden ausdrücklich darum gebeten, Speisen und Getränke mitzubringen. Wie bei einem Picknick eben, nur angenehmer. Denn das Wetter kann uns egal sein und die Gäste müssten Mücken, Zecken oder Ameisen selbst mitbringen, sofern man diese für unerlässlich hält. Gläser, Teller und Besteck werden vom Kulturhaus gestellt und am Ende der Veranstaltung auch gespült.
Komfortabler und unterhaltsamer kann ein Picknick nicht sein.

Das Kultur-Picknick findet in exklusivem Rahmen mit begrenzter Platzzahl im ersten Stockwerk des Kulturhauses statt. Es ist deshalb bei dieser Veranstaltung besonders ratsam, frühzeitig zu reservieren.


Samstag, 12. November um 20 Uhr:

Kabarett mit Robert Griess: ICH GLAUB', ES HACKT!

„Ich glaub', es hackt!“, das neue Programm des Kölner Kabarettisten und Komikers Robert Griess ist derzeit mit das aktuellste, treffendste und komischste Kabarett, das man jenseits des TVs sehen kann.
Zwischen Abgrund und Hochkomik bringt er das Publikum auf höchstem Niveau und höchst unterhaltsam zum Lachen. Er präsentiert eine kabarettistische Abrechnung mit einer Welt, in der nicht mehr Solidarität und Empathie als noble Charakter-Eigenschaften gelten, sondern Egoismus und Gier. Griess schlägt mit den Waffen von Kabarett und Satire scharf zurück!
Wieso sind ausgerechnet Reiche gegen Mindestlöhne, und feiern trotzdem Charity-Bälle? Weshalb bekommen Manager Bonus-Zahlungen, nicht jedoch Krankenschwestern? Warum ist das Haus Europa eine Eigentümergemeinschaft und keine WG?
Griess stellt wichtige Fragen: To have lunch or to be lunch? Und gibt richtige Antworten: Aus einem Steak kannst du keine Kuh mehr machen. Oder auch: Ein Hamsterrad sieht von innen aus wie eine Karriereleiter.
Ob als rebellischer „Herr Stapper auf Hartz IV“, der mit anarchischem Spaß Angst und Schrecken in den Wohlfühl-Milieus verbreitet, ob als „Queen Mutti, Angie I.“ oder als schrägster Berater-Consultant Deutschlands, ob als frustrierter Grüner in der Opposition oder als Griess selbst, unterwegs im Alltag der permanenten Überforderung: Robert Griess bietet ein erfrischendes Programm voller überraschender Momente, rasanter Dialoge und pointierter Höhepunkte.
Die Badische Zeitung schreibt: „Schwarzhumorist, Politsatiriker, genialer Spötter oder Animateur für die Revolte: Robert Griess bietet ein Programm, das entgegen vieler intellektuell verhungerter TV-Kabaretts Maßstäbe setzt.“

Robert Griess gewann zahlreiche Kleinkunstpreise und ist regelmäßig Gast in Hörfunk und TV, zum Beispiel beim ARD-Satire-Gipfel, „Otti´s Schlachthof“, „Intensivstation“(NDR) oder „Stratmanns“(WDR). 2012 erschien sein Roman „Stappers Revolte“ bei Random House, basierend auf Griess´ beliebtester Bühnenfigur. Als Video-Kolumnist für das Handelsblatt erklärte er 2013 die Welt der Wirtschaft. Griess ist Mitgründer des SCHLACHTPLATTE-Ensembles und künstlerischer Leiter des Kölner STREITHÄHNE-Festivals für politisches Kabarett.
Texte von ihm wurden/werden auch gespielt von Simone Solga, Thomas Freitag, Dieter Hallervorden, „Düsseldorfer Kommödchen“, Sissi Perlinger, „Die Distel“ und vielen anderen.

Zur Homepage von Robert Griess geht es HIER.


Samstag, 3. Dezember um 20 Uhr:

Vorweihnachtliches Eifel-Kabarett mit Jupp Hammerschmidt: DA HAMMER DIE BESCHERUNG

Die Weihnachtszeit beginnt seit eh und je mit dem ersten Advent - außer in der guten alten Eifel. Als dort noch von Ende August bis Mitte Mai durchgängig mindestens zwei Meter Schnee lagen, als im "Sibirien Preußens" noch jeder Mann sonntags seine eigene Sauna direkt am Körper trug, das sogenannte "Nyltesthemd" - da begann dort die Weihnachtszeit exakt an Sankt Martin. Die Laternen im Martinszug, die "Fackeln", waren ausgehöhlte Rüben mit Kerze - und jedes Kind kriegte vom heiligen Mann einen "Weggemann" mit Tonpfeifchen, in denen die Heranwachsenden ab September das Herbstlaub ratzekahl bis aufs letzte Blatt wegqualmten, weshalb in der Eifel auch nie ein Laubsauger gesehen wurde.
Sankt Nikolaus war ein weiteres weihnachtszeitliches Highlight, wie auch die große Krippe in der Kirche mit dem farbigen Beugemigranten, von den Eifeler Eingeborenen respektlos "Nickneger" genannt. Nach der Bescherung, genau um Mitternacht, versammelte sich die Gemeinde frisch fichtennadelgebadet zur Christmette. Die Pappweihnachtsteller gaben zu diesem Zeitpunkt stellenweise schon das Silbergegrissels frei, hatten aber immer noch reichlich Dominosteine im Angebot - mit dieser ekligen Glibberschicht drin, die das kleine Jüppchen von der Konsistenz her an die glasigen Fettstreifen im Sonntagsrinderbraten erinnerte: Gänsehaut-Feeling pur!
Dann waren da noch die heute längst vergessenen "Möhren im Advent", denen der Kalterherberger Karotten-Dichter Eduard Möhrike mit seinem Poem aber Gott sei Dank ein Denkmal gesetzt hat.
Und noch vieles mehr von dem, was die Weihnachtszeit in der guten alten Eifel einst ausmachte, hat Jupp Hammerschmidt zu einer Melange aus Prosa, Reim und Gesang zusammengerührt: "Da hammer die Bescherung!"
Übrigens: Es wird gemunkelt, dass Zömmermanns Jupp, dä arme Schlupp, auch wieder zu Wort kommt.

Zur Homepage von Jupp Hammerschmidt geht es HIER.


Samstag, 10. Dezember um 20 Uhr:
Foto: The Klezmer Tunes
Konzert mit The Klezmer-Tunes: KLEZMER-VERWANDTSCHAFTEN

The Klezmer-Tunes sind drei Vollblutmusiker, die die eingängigen Melodien aus der unendlichen Fundgrube der jüdischen Klezmermusik auf ihre ganz spezielle Weise verarbeiten. Das Ensemble um den ehemaligen Eislauf-Profi Dimitri Schenker verlässt mit diesem neuen Programm seine klassische Linie und macht sich aus den großen Konzerthäusern auf zu einer spielfreudigen Reise über die Kontinente. Für den Zuhörer erzählt ihre Musik eine spannende Geschichte über Klezmer-Verwandlungen und Verwandtschaften. Von leichtfüßigen Säbeltänzen über Csárdás und finnischer Polka führt der Spurenlauf zum Jazz über Filmmusiken bis hin zu Mackie Messer.
Das einzigartige Klangbild des Ensembles ist durch so unterschiedliche Einflüsse wie Jazz, Funk, Gypsy, Bossa Nova und Rock’n’Roll geprägt. Die drei Musiker entführen ihr Publikum in eine Klangwelt, in der Lebensfreude und Traurigkeit sich nicht ausschließen müssen und kaum jemand kann sich dem Sog ihres virtuosen harmonischen Spiels entziehen.

Dimitri Schenker studierte klassische Klarinette in Moskau und Düsseldorf und schloss das Studium mit Auszeichnung ab. Er spielte u.a. beim Schleswig-Holstein Musik Festival, bei der Klassischen Philharmonie Bonn, am Meininger Theater, bei der Rheinischen Philharmonie in Koblenz und war viele Jahre als Solo-Klarinettist bei der Kölner Kammeroper tätig. Schenker war Stipendiat der Stiftung Villa Musica und unterrichtet als Klarinettenlehrer an der Musikschule der Stadt Leverkusen und an der Clara-Schumann Musikschule in Düsseldorf.

Igor Mazritsky spielt seit seinem fünften Lebensjahr Violine. Nach dem Studium u.a. an dem berühmten Gnessin Institut in Moskau und der Rubin Akademie für Musik in Jerusalem unternahm er als langjähriger Konzertmeister und Solist der Jungen Philharmonie Köln mehrere Konzertreisen, bei denen er u.a. mit Nigel Kennedy zusammenspielte.

Vadim Baev ist der Dritte im Bunde und beherrscht das Akkordeon meisterhaft. Er wurde in Russland geboren und studierte zunächst an der Gnesin Musikakademie in Moskau. Zur Zeit vervollständigt er seine Ausbildung an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Im Laufe der Jahre erhielt er verschiedene Stipendien. Vadim Baev ist Preisträger mehrerer Wettbewerbe und führt eine rege Konzerttätigkeit.

Zur Homepage der Klezmer-Tunes geht es HIER.


Samstag, 21. Januar um 20 Uhr:
Foto: Harald Morsch
Kabarett mit Erwin Grosche: WARMDUSCHER-REPORT VOL.2

Erwin Grosche, vielfach mit Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Kleinkunstpreis und dem Peter-Hille-Literaturpreis, ist ein Clown, ein Philosoph und ein perfekter Reiseführer durchs wilde Absurdistan.
Als Großmeister der Wortakrobatik und der schier unmöglichen Pointen überrascht er seit dreißig Jahren sein Publikum. Manchmal staunt man am Ende, warum diese ganz eigene Sicht der Dinge einem noch nicht selbst eingefallen ist, findet auch noch die schrägste Perspektive ganz normal und wundert sich über nichts mehr.
Das ist große Wortkunst und im besten Sinne des Wortes.
Nun hat Erwin Grosche noch einmal die Glanzstücke und Lieblingsszenen aus dreißig Jahren Kabarettgeschichte ausgepackt. Hier kann man sie noch mal erleben:
Die Omis mit den neuen Gummistiefeln, die tanzenden Badekappen, die rockenden Nudeln, das athletische Spannbetttuch, die letzten Raucher, den Frühsport nach Getreidesorten, die stöhnende Kaffeemaschine, die Peter Sloterdijk Entspannungstasche.
Es ist die gottvertrauende Naivität, es ist die Schwäche des Kindes, aus der heraus Grosche die Kraft seiner Nummern entwickelt. Hier wird sanft und subtil gestreichelt. Es macht glücklich ihm dabei zuzuschauen. Er rührt an, er bringt zum Lachen, zum Nachdenken – und all das auf eine wunderbar leichte Art. Grosches Experimentierlust kennt keine Grenzen.

Gucken Sie sich diesen Mann an, solange es geht. Wer weiß. Er ist ein echter Abenteurer der inneren Welten. Eines Tages könnte er in ihnen verschwinden und nicht wiederkommen.

Zur Homepage von Erwin Grosche geht es HIER.


Samstag, 25. März um 20 Uhr:
Foto: ONKeL fISCH
Kabarett mit dem Duo ONKeL fISCH: NEUES AUS DER LOBBYTH€K

Deutschland - ein einziges Lobbyparadies!
80 Prozent der Deutschen wollen keine Waffenexporte, trotzdem sind wir der drittgrößte Waffenhändler der Welt.
Damit nicht nur die Lobbyisten lachen, ist es jetzt Zeit für das Expertenteam im feinen Anzug und mit feinem Näschen. Das Duo ONKeL fISCH analysiert genüsslich die besten Lobbyisten-Tricks: Von Schmieren über Kungeln bis In-den-Puff-einladen, was die Kriegskasse hergibt.
Der erfolgreiche Lobbyist weiß - die Wortwahl ist entscheidend. "Chlorhühnchen" klingt eklig? Besser: "Aktives Pool-Geflügel mit Freischwimmer". Deutsche Panzer für Afrika? Ach nein: "Leopard 2-Auswildern in der Savanne" ist doch viel niedlicher.
Und gegen die kritischen Stimmen besorgter Bürger gibt's bestimmt schon was von Ratiopharm.

Adrian und Markus haben wertvolle Tipps aus ihrer "Lobbythek" mitgebracht, denn Lobbyarbeit kann man prima selber machen. Mit hausgemachtem Lobbyismus die eigenen Kinder zum Gemüse-Essen kriegen (schwer), den Chef zur Gehaltserhöhung tricksen (leicht) oder die NSA mit einem einfachen Telefonat zum Auf-Hören bewegen (easy-peasy).

ONKeL fISCH sind anders, weil sie Kabarett und Entertainment auf intelligente Art miteinander verquicken, abwechslungsreich, spielfreudig und auf den Punkt. Ihre Programme bieten textlich hervorragende Satire. Energiegeladen und immer wieder überraschend – quer durch alle Genres der Kleinkunst, charmant und durchaus böse, dargeboten von einem spielerisch hochklassigen Duo.
"Neues aus der Lobbythek" ist ein komischer Action-Kabarett-Abend, bei dem gesungen, getanzt und überrascht wird - mit flächendeckendem Mindestgehalt für die "Generation Angeschmiert".

Adrian Engels und Markus Riedinger haben seit der Gründung ihres Duos ONKeL fISCH im Jahr 1994 nicht nur hunderte Bühnen in ganz Deutschland abgerissen, sondern auch Radiohörer mit tausenden Sketchen begeistert (WDR 2, WDR 5, SWR 3, Eins Live, HR 3, u.v.a.) und Fernsehsendungen (Nightwash, Stratmann's, SWR Late Night u.v.a.) bereichert.
Das WDR-Fernsehen hat drei Programme von ihnen aufgezeichnet, sie haben 10 CDs veröffentlicht und ein Buch geschrieben. 2013 gewannen sie den Bremer Comedypreis und weil sie von Mutter Natur mit einer Extraportion Energie und verrücktem Einfallsreichtum beschenkt wurden, können sie auch einfach nicht damit aufhören.

Zur Homepage von ONKeL fISCH geht es HIER.

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