Percewood's Onagram
oder: Wie man seine Band besser nicht nennen sollte

Folgendes Szenario hat sich bis zum heutigen Tage immer wieder zugetragen:

Frage: Wie heißt denn eure Band?
Antwort: Percewood's Onagram.
Frage: Hä?
Antwort: P-e-r-c-e-w-o-o-d'-s - O-n-a-g-r-a-m.
Frage: Wat? Bös Wutz Underground?
Antwort: Nein, Percewood's Onagram.
Frage: Ah ja ... sehr interessant ... und was bedeutet das?


Dieser oder ein ähnlicher Dialog konnte bis zum Abwinken fortgesetzt werden.


Was aber bedeutet "Percewood's Onagram" denn nun eigentlich?
Hier die Erklärung von Wolfgang Michels aus dem Jahr 1969:

"Percewood" ist der Nachname von Mike Percewood.
(Anmerkung des Verfassers: Eine von Wolfgang Michels erdachte Gestalt aus dem schottischen Hochland, um die herum er mysteriöse Geschichten sponn.)
"Onagram" kann man als "on  a  gram" (wörtlich übersetzt: auf einem Gramm) lesen, was soviel bedeutet wie "high sein" (durch "ein Gramm" = Haschisch). "Percewood's  on a gram" hieße demnach: "Percewood ist bekifft".
Zum anderen kann man es als Intonation von "Anagramm" begreifen
(A•na•gramm [griech.]: Buchstabenversetzrätsel, Umstellen von Buchstaben oder Silben eines Wortes zu einem neuen Wort mit neuem Sinn, z.B. Unart – Natur)
"Anagram" ist zudem die altenglische Bezeichnung für Umwandlung oder Verwandlung. Von daher könnte man "Percewood's Onagram" frei übersetzen mit "Percewoods Umwandlung".

In jedem Fall war die Namensgebung durch Michels kommerziell und sprachtechnisch eine Katastrophe, ganz abgesehen von der vielen verschwendeten Zeit und Energie durch ständigen Erklärungsbedarf.