


Dieses
Stück richtet sich an Kinder, die schon zur Schule gehen und an Erwachsene.
Es basiert auf dem bekannten Märchen von Wilhelm Hauff und wird in
der theater 1 - Adaption vom kleinen
Muck selbst erzählt.
Seine Geschichte beginnt, als Muck im Gefängnis des Sultans sitzt
und auf seine Hinrichtung wartet. Muck lässt in seiner Zelle die Vergangenheit
noch einmal Revue passieren; seine Zuhörer sind die Tiger des Sultans,
die unter seiner Zelle schon auf ihn lauern.
Er bebildert seine Erzählung mit den wenigen Mitteln, die er im Gefängnis
vorfindet: aus Brotteig formt er Figuren, aus Papier schneidet er
Schattenfiguren aus, mit etwas Stoff lässt er Personen aus seiner
Vergangenheit wieder erstehen. Diese Mischung aus Figurentheater,
Schattenspiel, Schauspiel und Objekttheater lässt dem Zuschauer viel
Raum für seine eigene Fantasie und überrascht immer wieder mit neuen
Formen.
Dann wird Muck aus dem Gefängnis geholt und dem Sultan vorgeführt.
Ab jetzt kann der Zuschauer die Geschichte durch ein Fenster in der
Gefängniszelle weiter verfolgen, sie wird nun mit Hand- und Stabpuppen
gespielt.
Die Absicht bei dieser Inszenierung ist, die (jungen) Zuschauern dort
zu erreichen, wo sie häufig allein gelassen werden: bei ihren Gefühlen,
in ihrer Seele.
Muck ist einer von ihnen, allein in einer Welt, die ihm nicht immer
wohlgesonnen ist und in der er sich behaupten muss. Er ist ein Außenseiter,
dem das Schicksal zuerst übel mitspielt, der aber doch am Ende seine
Chance bekommt und sie zu nutzen weiß.
"Der kleine Muck" wurde auf zahlreichen nationalen und internationalen
Festivals mit großem Erfolg aufgeführt.
Die Inszenierung wurde mit dem "Pro-Drama"-Preis,
dem Förderpreis der Stiftung Kunst und Kultur
des Landes Nordrhein-Westfalen, dem "Raben-Theaterpreis"
des Internationalen Figurentheater-Festivals in Wiesbaden und dem
Förderpreis des Kultusministeriums Nordrhein-Westfalen
ausgezeichnet.
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