Christiane Remmert & Jojo Ludwig
Eschenstraße 75 53 902 Bad Münstereifel
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Ja, wir haben ein Stück über Heino gemacht.
Über den Menschen Heino, über seinen Lebenslauf. Er hat uns höchstpersönlich dazu autorisiert, sind wir doch quasi Nachbarn in Bad Münstereifel, denn sein Café steht nur ein paar Schritte entfernt von unserem Kulturhaus.
Man mag über ihn denken, wie man will, eines kann man ihm aber nicht absprechen: Er lebt sein Dasein als Volkssänger mit aller Konsequenz, ist sich nie zu schade, schnell mal eine Autogrammkarte zu holen, mit einem Fan für ein Foto zu posieren und ist immer für sein Publikum gesprächsbereit. So etwas respektieren wir und nicht zuletzt aus Gründen wie diesen haben wir ein vielschichtiges Theaterstück über ihn und sein Leben auf die Bühne gebracht.
Ohne Musik.


von links: Jojo Ludwig, Heino (falsch), Christiane Remmert und Heino (echt) auf der Bühne vom Kulturhaus theater 1

Zum Inhalt:
Weiß ist die Farbe der Volksmusik.
Man denke nur an Titel wie "Weiße Rosen aus Athen", "Im weißen Röss'l am Wolfgangsee", "Drei weiße Birken", "Zwei weiße Tauben", "Edelweiß", "Fährt ein weißes Schiff nach Hongkong", und so weiter.
Weiß ist auch der Schnee und das Eis der Antarktis.
Hier treffen 1911 die Polarforscher Roald Amundsen und Robert Scott aufeinander; beide leiden am "Mommsen-Syndrom". Diese Krankheit, die man nur am Südpol bekommt, bewirkt unter anderem, dass man von Zukunftsvisionen heimgesucht wird. So sehen die beiden den Zweiten Weltkrieg und das zerbombte Düsseldorf, aus dem Heinos Mutter mit den Kindern flieht.
Damit beginnt eine turbulente Reise durch die Stationen von Heinos Leben: seine Kindheit, die Bäckerlehre, die ersten Erfolge und seine atemberaubende Karriere. Umgesetzt werden diese Stationen mit einer Vielzahl von Stilmitteln: mit Schauspiel, Schattenspiel, Zeichentrickfilm, Figurentheater, dem Spiel mit Objekten und mit einer lebensgroßen Heino-Figur.
Das Absingen seiner größten Hits im üblichen Musical-Stil findet allerdings nicht statt. Musik kommt ebenfalls nicht vor, trotzdem sind einige bekannte und weniger bekannte Lieder zu hören, nur eben nicht so, wie man es sich normalerweise vorstellen würde.
Heino-Verehrer und Heino-Skeptiker kommen bei diesem Stück gleichermaßen auf ihre Kosten, das mit einem rasanten Wechselspiel der Personen und Ereignisse aufwartet.
Ungewöhnliche Bühnenbilder, humorvolle, intelligente Umsetzungen und überraschende Effekte sind die Bestandteile dieser Inszenierung, die weit davon entfernt ist, nur eine weitere Heino-Parodie zu liefern, wie man sie schon so häufig gesehen hat.
Vielmehr erfahren die Zuschauer Fakten, von denn selbst Heino bislang nichts wusste. Zum Beispiel seinen Einfluss auf das Beatles-Stück "A Hard Day's Night" oder wie sein Treffen mit dem Schauspieler Lorne Greene ("Ben Cartwright" in "Bonanza") in Hollywood tatsächlich ablief.

Heino selbst war von "seinem" Stück und vom zweistimmigen Gesang der beiden Akteure begeistert.

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